Heute (16.3.19) erschien in der MZ Weißenfels ein Beitrag über das Projekt Fellwechsel. Dieses Proejkt gibt es seit 2017 und beinhaltet den Ankauf von durch Jägern erlegten Mardern, Waschbären etc. in der Zeit von November bis Februar. Ziel ist es, Pelzgewinnung durch Tierfarmen und das Wegwerfen von erlegten Tieren zu beenden. Die Jäger erhalten pro Tier etwa 7 - 8€.

Nun hat der ein oder andere von uns Naturschützern mit der Jagd nichts am Hut, dies ist in vollem Umfang zu respektieren. Wir wissen aber auch, dass der Schutz bestimmter Tierarten, durch Prädatoren wie Waschbär und Co, sehr stark gefährdet ist. Dieses Projekt würde uns da sicherlich entgegen kommen.

In dem Artikel baute die Redakteurin allerdings einen Satz ein, der dazu geeignet ist, einen Grabenkrieg zwischen den an der Basis agierenden Jägern und Naturschützern zu inszenieren. - Der Naturschutzbund ist dagegen-. Daraufhin habe ich der Redakteurin ein paar Zeilen geschrieben und sie musste erkennen, dass es für diese Aussage keinerlei Grundlage gibt.

Anbei mein Schreiben.
Hallo Frau...........,
anbei ein paar Hinweise zum Artikel "Fellwechsel", der Satz - Der NABU ist dagegen.- ist deplaziert, grob fahrlässig und einfach falsch. Ich selbst bin auf beiden Seiten zuhause, d.h. ich vertrete den NABU und kenne auch die Jagdseite, die ich selbst aktiv betreibe. Auf der Seite des DJV kann man die originalen Aussagen lesen und nicht die Interpretationen einzelner Personen

Der Naturschutzbund Nabu äußerte Bedenken. Zwar sei es eigentlich sinnvoll, die Felle der ohnehin erlegten Tiere weiterzuverwenden. «Andererseits wird dadurch das Tragen von Pelz in der Öffentlichkeit wieder salonfähig gemacht», sagte der Landesvorsitzende Johannes Enssle. ( NABU Baden - Württemberg).

Weder vom Bundesverband, Landesverband noch von den Regionalverbänden gibt es eine solche kommentarlose und pauschale Aussage wie in dem o.g. Artikel. Solche inhaltslosen Aussagen schaden der praxisbezogenen Basisarbeit von Jägern und Naturschützern ungemein. Das können wir im Artenschutz überhaupt nicht gebrauchen. Ich hoffe es findet sich die Möglichkeit, das in geeigneter Form zu relativieren.

A. Meißner

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